| Veranstaltung: | Jahreshauptversammlung 2026 |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | 8. Verschiedenes |
| Antragsteller*in: | Jens Baganz (KV Düsseldorf) |
| Status: | Eingereicht |
| Eingereicht: | 10.03.2026, 13:36 |
V1: Anzahl der „Laternen-Wahlplakate“ bei der NRW-Landtagswahl am 25. April 2027 verringern!
Antragstext
Der Kreisverband Düsseldorf beschließt,
- bei der NRW-Landtagswahl am 25. April 2027 die Anzahl der „Laternen-
Wahlplakate“ im Vergleich zur Landtagswahl 2022 deutlich zu verringern und
stattdessen auf wirksamere, umweltverträgliche Kommunikationskanäle zu
setzen;
- die Einzelheiten der Umsetzung in einer Kommission zu erarbeiten.
Begründung
Wahlplakate sind in den letzten Jahren immer stärker in die Kritik geraten, nicht nur in Deutschland. Sie belasten die Umwelt, sind in ihrem Informationsgehalt dünn, in ihrer Wirkung zweifelhaft und in der heutigen hochentwickelten Medienlandschaft immer besser ersetzbar. Zwar ist das genaue Ausmaß der Umweltbelastung von Wahlplakaten nicht einfach zu berechnen. Klar ist allerdings, dass Produktion, Transport und Entsorgung / Recycling der Plakate sowie verkehrsbedingte Emissionen der Plakatierenden einen ganz erheblichen CO2-Fußabdruck hinterlassen, und zwar auch dann, wenn die Plakate als Altpapier weiterverwendet werden. Tausende von Kabelbindern aus Plastik verschlechtern die Umweltbilanz dieser Werbeform zusätzlich.
Fragt man Bürgerinnen und Bürger auf der Straße, beurteilen die meisten die „Verschandelung“ des Straßenbildes mit Wahlplakaten eher negativ.
Andererseits belegt die Wahlwerbungsforschung, dass Plakate von allen Werbekanälen die höchste Wahrnehmung bei Wählerinnen und Wählern genießen. Eine gemeinsame Panel-Studie von forsa und der Universität Hohenheim zur Bundestagswahl 2021 zeigt, dass Plakate von 62 % der Menschen wahrgenommen werden. Wahlspots im Fernsehen (50 %) und Infomaterial wie Flugblätter, Broschüren u.dgl. (47 %) kommen auf die Plätze 2 und 3. Eine Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung zur Bundestagswahl 2025 kommt zu noch höheren Ergebnissen (92 %). Allerdings: „Im Vergleich zum Wahlkampf 2021 wurde nach dem Wahlkampf 2025 Wahlwerbung in sozialen Medien und als Anzeige in Zeitungen häufiger erinnert.“ Und: „Was für die Wahlentscheidung den Ausschlag gibt, lässt sich schwer sagen.“
Im Ergebnis spricht also wenig für einen abrupten Voll-Ausstieg aus der Verwendung von Wahlplakaten. Viel spricht aber dafür, dass wir als ökologisch ausgerichtete Partei einen „Einstieg in den Ausstieg“ vorbereiten und dabei mit den „Laternen-Plakaten“ beginnen.
Wir schlagen daher vor, dass sich eine parteiinterne Kommission in der nächsten Zeit mit der Frage beschäftigt, in welchem Umfang die Anzahl der Laternen-Plakate im Vergleich zur Landtagswahl 2022 reduziert werden kann (es sollte sich um eine deutliche Reduktion in der Größenordnung von 20 bis 35 % handeln) und welche Kanäle alternativ ausgebaut werden sollen.
Wichtig ist uns, dass das Argument „Wir würden ja gerne reduzieren, aber die anderen Parteien sind da nicht mitgegangen, also machen wir es auch.“ für uns keine Rolle spielt. Als selbstbewusste Partei gehen wir bei Themen, bei denen eine ökologische Verbesserung „in der Luft liegt“ und noch dazu von der Bevölkerung befürwortet wird, voran.
Unterstützer*innen
- Gertraude Brunenberg (KV Düsseldorf)
- Ulrich Dorprigter (KV Düsseldorf)
- Jochen Theloke (KV Düsseldorf)
- Michaela Maluche (KV Düsseldorf)
- Karsten Schmidt (KV Düsseldorf)
- Christoph Danelzik-Brüggemann (KV Düsseldorf)
- Jürgen Waibel (KV Düsseldorf)
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Christoph Danelzik-Brüggemann: