| Veranstaltung: | Mitgliederversammlung 29. April 2026 |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | 2.2.2. Wahlkreis 42 Düsseldorf II (Ost) |
| Antragsteller*in: | Jürgen Waibel (KV Düsseldorf) |
| Status: | Eingereicht |
| Eingereicht: | 29.04.2026, 15:04 |
BEW11: Jürgen Waibel
Selbstvorstellung
Liebe Freund:innen,
ich möchte mich für den Direktwahlkreis 42 Düsseldorf II (Ost) bewerben:
Warum ich kandidiere
Man hört aktuell überall: Wir sollen alle länger arbeiten. Viele, mit denen ich zur Schule gegangen bin, haben das bereits hinter sich und genießen ihren Ruhestand.
Ich habe mich entschieden: Ich mache dieses „länger arbeiten“ zu meinem politischen Programm.
Ich bin 2023 Mitglied der Grünen geworden, weil ich nicht länger zuschauen wollte, wie wir bei den großen Herausforderungen unserer Zeit den Anschluss verlieren.
Darum kandidiere ich für Düsseldorf II. Ich möchte meine Energie und meinen Blick von außen in den Landtag einbringen, ohne klassischen Parteipfad, aber mit einer klaren Haltung:
Politik ist kein Zuschauersport, sondern ein Gestaltungsprozess.
Ich komme beruflich nicht aus dem Politikbetrieb, sondern aus der IT. Ich bin es gewohnt, komplexe Systeme zu analysieren, Fehler zu finden und Prozesse so umzubauen, dass sie am Ende funktionieren.
Genau so schaue ich auf Politik: nicht als Verwaltung des Bestehenden, sondern als aktive Gestaltung.
„Mein Vater hat historische Postkarten gesammelt – man sieht dort die Veränderung unserer Stadt über 100 Jahre. Aber ich bin heute nicht hier, um euch Postkarten-Idylle zu zeigen. Ich kenne diesen Wahlkreis durch meinen eigenen Lebensweg: von der Bundeswehrzeit in Hubbelrath bis zu schmerzhaften Abschieden in Rath und Erkrath. Ich habe meine Jugend und meine frühen Berufsjahre genau in diese Stadtteilen verbracht und verlebt. Meine Lebensgefährtin kommt aus Rath ich aus Erkrath, unser Leben war geprägt durch den Weg durch diesen Bezirk. Ich sehe die Stadt aber nicht durch den Rückspiegel, sondern in der Realität von heute. Ich bin aktiv in unseren Stadtteilen unterwegs und gleichzeitig in anderen Kreisverbänden im Land. Durch meine Arbeit an den Strukturen der Partei und meine Themen im Bereich ‚Alter‘ sehe ich: Die Herausforderungen sind überall die gleichen. Wo Einsamkeit im Alter auf Armut trifft, wo Sozialräume vernachlässigt werden und wo unser ÖPNV für Pendler und Senioren eher eine Bürde als eine Hilfe ist. Ich frage mich: Wo sind die lebendigen Stadtteile meiner Jugend hin? Ich will eine Politik, die erkennt, was in unseren Quartieren wirklich passiert und die diese Stadt wieder für die Menschen vor Ort gestaltet.“
„Ihr mögt euch fragen, ob ein Kandidat mit meiner Lebenserfahrung wirklich die richtigen Themen – auch für Düsseldorf und unsere Zukunft – besetzt. Ich sage euch: Genau diese Erfahrung ist mein Kapital. Ich will eine Stimme für Themen sein, die in der Politik oft zu kurz kommen. Ob es um queere Lebensentwürfe im Alter geht, um die Unterstützung von Menschen mit Migrationshintergrund in unseren Vierteln oder um die Sorgen der Jungen und ganz besonders der Alten, durch meine Arbeit in der Landesvereinigung und der LAGSO habe ich gelernt: Gute Landespolitik muss die Strukturen sehen, die uns alle verbinden.
Jens leistet hier vor Ort viel, er ist in den Stadtteilen verwurzelt, mehr als ich, und ich habe großen Respekt vor diesem Engagement. Mein Angebot an euch heute ist ein anderes: Ich schaue mir an, wie die Dinge zusammenhängen. Ich möchte, dass wir im Landtag nicht nur lokal agieren, sondern endlich die sozialen Strukturen anpacken, die unsere gesamte Landespolitik stützen müssen. Wir brauchen ein ‚Betriebssystem‘ für unser Land, das nicht nur einzelne Symptome repariert, sondern das Fundament für ein gutes Leben in allen Quartieren sichert.“
„Ich lebe nicht im Elfenbeinturm. Ich wohne an der Rampe einer maroden Brücke über den Rhein und sehe aus meinem Arbeitszimmer jeden Tag, wie 10 Spuren Verkehr einfach nicht funktionieren. Ich fahre zu meinem Bruder nach Neuss und nehme gezwungenermaßen das Auto, weil der ÖPNV versagt. Ich stehe am Bahnhof in Gerresheim und sehe, dass er sich seit meiner Kindheit kaum verändert hat; immer noch nicht barrierefrei. Man könnte sagen, unser Land ist teilweise so alt und marode wie ich und genau deshalb weiß ich: ‚Reparieren‘ allein reicht nicht mehr. Als jemand, der sein Berufsleben damit verbracht hat, IT-Strukturen zu optimieren, frage ich mich: Warum wenden wir dieses Prinzip nicht auch auf unser Land an? Ich will in den Landtag, um Politik nicht als Reparaturdienst für veraltete Konzepte zu begreifen, sondern um unsere Verwaltung und soziale Infrastruktur digital, unkompliziert und menschlich zu machen.
„Wenn die junge Menschen mich fragen, wofür ich stehe, dann antworte ich: Ich kämpfe für eine Stadt, die auch in 30 Jahren noch lebenswert ist; für euch und für mich. Wir sind bereit, für Olympia zwanzig Jahre in die Zukunft zu planen. Aber tun wir das auch für unser eigenes Alter? Wir müssen heute die Welt bauen, in der wir später selbst alt werden wollen. Und zum Thema Rechtsruck: Populismus gedeiht dort, wo der Staat als ineffizient wahrgenommen wird. Mein Gegenmittel ist Politik, die funktioniert. Wenn wir beweisen, dass unsere Demokratie soziale Probleme löst, verlieren die Ränder ihre Anziehungskraft.“
„Ich möchte eure Stimme im Landtag sein, eine Stimme, die zuhört, analysiert und lösungsorientiert handelt. Ich bin der Entschlossene für Düsseldorf II, der den Blick von außen mit dem Wissen aus der Landesebene verbindet. Ich bitte euch heute um euer Vertrauen, um Düsseldorf II gemeinsam zu gestalten.“
Und ich würde mich freuen wenn Ihr mich unterstützt und wir gemeinsam einen großartigen Wahlkampf führen können.
Mit grünem Gruß
Jürgen
Mail: juergen.waibel@gruene-duesseldorf.de
- Alter:
- 64
- Geschlecht:
- männlich
- Geburtsort:
- Düsseldorf
- Stadtbezirksgruppe:
- 1