| Veranstaltung: | Mitgliederversammlung 15. Januar 2026 |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | 3. Gasförderung vor Borkum |
| Antragsteller*in: | Mara Kleine |
| Status: | Eingereicht |
| Angelegt: | 13.01.2026, 18:53 |
A5: Keine Gasförderung vor Borkum
Antragstext
Begründung
Wir stecken mitten in einer eskalierenden Klimakrise. Neue Gasbohrungen dürfen vor
diesem Hintergrund nicht einfach so stattfinden – weder vor Borkum noch anderswo.
Gas ist ein fossiler Klimakiller: Es besteht überwiegend aus Methan, das in 20 Jahren
84-mal klimaschädlicher ist als CO₂ und damit sogar schädlicher als Kohle.
Das Projekt vor Borkum zeigt die dramatischen Folgen: Nur 200 Meter vom Weltnaturerbe
Wattenmeer bohrt der niederländische Konzern One Dyas nach Erdgas. Dabei gelangen
Schwermetalle und toxische Stoffe ins Meer, der Meeresboden kann sich absenken, Riffe
werden geschädigt, und Unterwasserlärm gefährdet Meerestiere bis hin zum Tod. Zudem
drohen durch die Absenkung des Meeresbodens Erdbeben – mit möglichen Folgen für die
Trinkwasserblase der Insel und den Tourismus. Gleichzeitig ist das geplante Projekt zu
klein,um einen wesentlichen Beitrag zur Energieversorgung zu leisten.
Das Gasfeld liegt halb in deutscher, halb in der niederländischen Nordsee. Das dafür nötige
Unitarisierungsabkommen braucht die Zustimmung von Bundestag und Bundesrat. Es
besteht die reelle Chance, das Vorhaben im Bundesrat zu verhindern.
Wir GRÜNE sind die politische Kraft, welche die Klimakrise ernst nimmt, bekämpft und sie
als Frage von Gerechtigkeit, Wirtschaft und Verteilung begreift, deshalb setzen wir uns für
eine beschleunigte sozial gerechte Energiewende und für ein Ende von fossilen
Brennstoffen ein. Wir sind die ökologische Partei unserer Zeit.
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