| Veranstaltung: | Mitgliederversammlung 26. September 2026 |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | 5.1.1. Quotierte Plätze (6) |
| Antragsteller*in: | Jenny-Mai Guse (KV Düsseldorf) |
| Status: | Eingereicht (ungeprüft) |
| Eingereicht: | 24.09.2026, 23:44 |
Jenny-Mai Guse
Selbstvorstellung
Liebe Freund*innen,
die vergangenen Wahlen haben einmal mehr gezeigt, dass unsere Demokratie unter Druck steht. Besonders die starken Wahlergebnisse rechtsextremer Parteien in Teilen Ostdeutschlands machen deutlich, wie wichtig es ist, für eine offene und solidarische Gesellschaft einzustehen. Gleichzeitig erleben wir, dass soziale Fragen und die gerechte Verteilung von Chancen für viele Menschen immer wichtiger werden.
Gerade im Bildungssystem zeigt sich, wie ungleich Chancen in unserer Gesellschaft verteilt sind. Bildung sollte dazu beitragen, diese Ungleichheiten abzubauen und allen Kindern unabhängig von ihrer Herkunft gute Zukunftschancen zu ermöglichen. Doch die aktuellen PISA-Ergebnisse führen uns erneut vor Augen, wie groß die Herausforderungen in unserem Bildungssystem sind: Die Leistungen der 15-Jährigen in Deutschland sind in Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften so niedrig wie noch nie seit Beginn der PISA-Erhebungen. Bildungserfolg hängt weiterhin stark von der sozialen Herkunft ab.
Als Grundschullehrerin erlebe ich diese Ungleichheiten tagtäglich. Kinder kommen mit sehr unterschiedlichen Voraussetzungen in die Schule und haben nicht dieselben Chancen, diese Unterschiede aus eigener Kraft auszugleichen. Unser Bildungssystem sollte soziale Ungleichheiten verringern und Kindern unabhängig von ihrer Herkunft gute Zukunftschancen ermöglichen. Viel zu oft gelingt das noch nicht.
Dabei stehen Schulen selbst vor enormen Herausforderungen: Es fehlt an Lehrkräften und multiprofessionellen Teams, an guter Ausstattung und an ausreichenden Ressourcen. Gleichzeitig werden die Anforderungen an Schule immer größer. Wenn wir wollen, dass Bildung tatsächlich ein Schlüssel für gesellschaftliche Teilhabe und Zusammenhalt ist, müssen wir unsere Schulen entsprechend stärken und Bildungspolitik konsequent an den Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen ausrichten.
Ich möchte mich für eine Politik einsetzen, die Kinder und Jugendliche endlich in den Mittelpunkt stellt und Bildungsgerechtigkeit als zentrale gesellschaftliche Aufgabe versteht. Als Delegierte möchte ich meine Perspektive aus der Schule in unsere politische Arbeit einbringen, die Anliegen unseres Kreisverbands auf Landesebene vertreten und gemeinsam mit euch an GRÜNEN Antworten auf diese Herausforderungen arbeiten.
Deshalb bewerbe ich mich erneut als Delegierte für die Landesdelegiertenkonferenz und würde mich über eure Unterstützung freuen.
Jenny
- Alter:
- 30
- Geschlecht:
- weiblich
- Stadtbezirksgruppe:
- -6