Begründung:
Unser gemeinsames Ziel ist klar. Wir wollen ein AfD-Verbot. U Um dabei erfolgreich sein zu können, müssen jetzt zügig alle vorhandenen Erkenntnisse aus Bund und Ländern zusammengetragen und auf ihre Relevanz und Verwertbarkeit hin geprüft werden. Das Gutachten der Gesellschaft für Freiheitsrechte bietet dafür neben den Erkenntnissen der Verfassungsschutzbehörden von Bund und Ländern eine wichtige Grundlage.
Unsere Haltung muss im kommenden Landtagswahlprogramm deutlich zum Ausdruck kommen, damit wir dieses Anliegen auch in einer möglichen neuen Regierungsbeteiligung entschlossen weiter voranbringen. Um dieses Ziel zu erreichen, ist es allerdings nicht hilfreich, das AfD-Verbotsverfahren zur Voraussetzung für die Zustimmung zu einem möglichen Koalitionsvertrag zu machen. Das stärkt nicht unsere Verhandlungsposition in Koalitionsverhandlungen, sondern schwächt sie, da es unsere Handlungsfähigkeit einschränkt. Vom Ende her gedacht würden wir mit einer solchen Koppelung schon jetzt beschließen, einen Koalitionsvertrag in jedem Fall – egal, was ansonsten verhandelt wurde – abzulehnen, wenn die Forderung nicht enthalten wäre. Ein Abwägen angesichts des Verhandlungsergebnisses wäre nicht mehr möglich, wenn wir uns so binden.
Die Koppelung der Forderung nach einem AfD-Verbot als Voraussetzung für einen Koalitionsvertrag vermittelt nach außen, dass wir uns treiben lassen. Um die AfD und vor allem die dahinterstehenden Einstellungen effektiv zu bekämpfen, müssen wir aber handlungsfähig sein und vor allem unsere Inhalte nach vorne stellen. Damit wir den Menschen zeigen, warum es sich für sie lohnt, uns zu wählen. Eine Zuspitzung auf die Forderung nach einem AfD-Verbot als Voraussetzung für eine Koalition birgt jedoch die Gefahr, dass wir dafür an anderen Stellen inhaltlich nachgeben müssen und dadurch wichtige Inhalte verlieren, mit denen wir auch Menschen von der AfD zurückgewinnen könnten. Auch kann diese Forderung zu einer Zuspitzung auf das Thema „AfD-Verbot“ bereits im Wahlkampf führen.
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Wir haben ein gemeinsames Ziel! Ein Verbot der AfD voranzutreiben und die Einstellungen, die hinter ihren Wahlergebnissen stehen, gemeinsam mit der Zivilgesellschaft zu verändern.
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